Psychomotorik­therapiestelle

Angebot Psychomotoriktherapie

Vielleicht fällt Ihnen als Eltern oder einer Fachperson auf, dass Ihr Kind Mühe mit Bewegungen und der Körperwahrnehmung hat.

Möglicherweise stellen Sie fest, dass Ihr Kind sich in gewissen alltäglichen Situationen schwertut:

  • beim An- und Ausziehen
  • am Tisch beim Essen mit Besteck
  • beim Basteln, Zeichnen, Schreiben
  • auf dem Spielplatz beim Klettern, Rennen
  • beim Velo oder Kickboard fahren

Es könnte auch sein, dass Ihr Kind:

  • Sehr ängstlich und/oder zurückhaltend ist
  • einen starken Bewegungsdrang hat, zappelig ist
  • sich nur sehr kurz konzentrieren kann

Falls Sie oder eine Fachperson solche Merkmale feststellen, können wir in einer psychomotorischen Abklärung erkennen, ob Entwicklungsauffälligkeiten vorliegen.

Die Anmeldung zu einer Abklärung bedeutet nicht automatisch eine Anmeldung zur Therapie.

Die Psychomotorische Abklärung

Mit verschiedenen Bewegungsaufgaben, Zeichnungs- und Schreibübungen, sowie im freien Spiel beobachten wir das Bewegungsverhalten Ihres Kindes.

Wir überprüfen die Bereiche:

Koordination, Gleichgewicht, Ballgeschicklichkeit, Raumorientierung, Körpervorstellung, Hand– und Fingergeschicklichkeit, sowie Schreibbewegungen

Es ist für uns wichtig zu sehen, wie das Kind mit der Testsituation umgeht:

  • Traut es sich die gestellte Aufgabe zu und probiert es sie sofort aus?
  • Bringt es die Übung möglichst schnell hinter sich und beginnt schon das nächste Spiel?
  • Will es die Aufgabe sehr gut machen und verkrampft sich dabei?
  • Stört es sich daran, wenn ihm eine Aufgabe nicht gelingt?
  • Ist es schwierig für das Kind, bis zum Schluss des Testes durchzuhalten?

Anschliessend werden wir mit Ihnen im Gespräch versuchen, uns ein Gesamtbild von Ihrem Kind zu machen. Vielleicht fallen Ihnen dann noch weitere Beispiele aus dem Alltag oder der Entwicklung des Kindes auf.

Es kann sein, dass sich Ihr Kind in der Testsituation anders verhält als zu Hause oder sich Ihre Beobachtungen mit den auftretenden Schwierigkeiten decken.

Durch Rücksprache mit den Lehrpersonen wird das Bild vom Verhalten des Kindes komplettiert.

Eltern und Lehrpersonen können einschätzen, wie stark das Kind unter seinen Schwierigkeiten leidet und ob eine Psychomotoriktherapie sinnvoll ist.

Die Durchführung der Therapie geschieht nur mit dem Einverständnis der Eltern.

Die Psychomotoriktherapie

Grundlage für die Psychomotoriktherapie ist die Wahrnehmung, der Körper, das Spiel und die Bewegung.
In der Therapie lernt ihr Kind unter anderem:

  • neue Bewegungsmuster
  • seinen Körper entspannen
  • seinen Körper bewusster wahrnehmen
  • fein- und grobmotorische Bewegungen besser steuern
  • Sinne wie das Sehen, Hören, Fühlen und Tasten durch Übungen trainieren
  • ein stärkeres Selbstvertrauen aufbauen
  • Handgeschick und Schreibbewegungen optimal koordinieren

Inhalte
Die Therapie wird den Bedürfnissen Ihres Kindes angepasst und individuell gestaltet.

Häufigkeit und Zeitraum
Ihr Kind besucht die Therapie einzeln oder in einer kleinen Gruppe. Einmal pro Woche für 45 Minuten.
Die Dauer einer Therapie ist unterschiedlich, im Durchschnitt ein bis zwei Jahre.

Mitarbeit der Eltern
Für eine erfolgreiche Therapie brauchen wir Ihr Verständnis, Ihre Unterstützung und Ihre Mitarbeit.
Gespräche zwischen der Therapeutin, den Eltern, Lehr- und Fachpersonen des Kindes sind ein wichtiger Teil der Therapie.

Wichtig
Die Therapie kann Ihrem Kind nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen; es ist wichtig, dass Ihr Kind auf eine positive Art lernt mit herausfordernden Situationen umzugehen.

Das ist super, wie genau du das Kind in nur 1 1/2 Stunden erfasst hast.

Helena, Lehrperson